Politik
Beschlüsse, Kommissionen und Medienmitteilungen – langsam gegart, scharf serviert.
SEIT 2026•SATIRE AUS DER OSTSCHWEIZ
Bald wird aufgetischt.
Bitterböse Satire über Politik, Wirtschaft, Behörden, Kantönligeist und alles, was sonst noch auf den Grill gehört. Relevant genug, um weh zu tun. Unverschämt genug, um gelesen zu werden.
Noch nicht fertig. Aber schon scharf.
Hier kommt etwas Grosses. Es hat zwei Enden – aber hoffentlich kein Ende.
Brodworscht. Bald frisch aus dem medialen Fleischwolf.
WAS AUF DEN GRILL KOMMT
Brodworscht nimmt die Region ernst genug, um sie nicht ernst zu behandeln. Der Witz beginnt dort, wo die Realität bereits absurd geworden ist.
Beschlüsse, Kommissionen und Medienmitteilungen – langsam gegart, scharf serviert.
Wo ein Formular genügt, findet die Verwaltung garantiert noch einen Anhang.
Von grossen Visionen, kleinen Budgets und sehr kreativen PowerPoint-Folien.
St.Gallen, Thurgau, Appenzell und die ewige Frage, wer es eigentlich besser kann.
Anschlüsse, Umleitungen und Fahrpläne – also Science-Fiction mit gelben Bussen.
Charmante 9 Quadratmeter, lichtdurchflutet durch die offene Kühlschranktür.
Traditionen, Tiere und Menschen, die seit 11 Uhr erklären, dass Senf verboten gehört.
Unser härtester Konkurrent. Leider täglich mit neuem Material.
DIE ERSTEN HÄPPCHEN
Alle Schlagzeilen hier sind Satire.
Die neue Arbeitsgruppe soll bis 2029 klären, welche Arbeitsgruppen künftig prüfen dürfen, ob Arbeitsgruppen noch nötig sind.
→Verkehrsfachleute begrüssen die Massnahme als wichtigen Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft.
→Eine eigens eingesetzte Kommission verweist auf mehrere Parkplätze und mindestens zwei Möbelhäuser.
→Die Bevölkerung darf abstimmen, sobald eine geeignete Parkmöglichkeit für die Stimmberechtigten gefunden wurde.
→Die Datei wird ausgedruckt, unterschrieben, eingescannt und anschliessend digital archiviert. Ein Meilenstein.
→Reisende hätten die Formulierung «Anschluss» offenbar zu wörtlich verstanden. Man bedaure das Missverständnis.
→Die 11-Quadratmeter-Wohnung verfügt laut Inserat über «grosszügiges Entwicklungspotenzial» und Blick auf eine Wand.
→Meteorologen rechnen lokal mit Temperaturen, stellenweise sogar mit Luft. Für die Jahreszeit sei das nicht ungewöhnlich.
→Wer den Abbau beantragen möchte, benötigt Formular BA-17, zwei Passfotos und die schriftliche Zustimmung der bisherigen Bürokratie.
→Der Aufenthalt in den übrigen Hallen kann neu gegen eine kleine Schutzgebühr vollständig vermieden werden.
→Fachleute loben die aussergewöhnliche Präzision und die fast beängstigend authentische regionale Intelligenz.
→Nach intensiver Vernehmlassung wurde entschieden, den See nicht vollständig durch Begegnungszonen zu ersetzen.
→UND DAS WAR ERST DIE VORSPEISE
Wenn Brodworscht loslegt, werden Medienmitteilungen filetiert, politische Worthülsen angebraten und regionale Befindlichkeiten so lange gewendet, bis sie auf beiden Seiten schön knusprig sind.
Noch ist hier fast nichts. Das wird sich ändern. Die Realität arbeitet bereits mit Hochdruck gegen uns.
«Wenn die Wirklichkeit schon eine Pointe hat, liefern wir wenigstens den Senf dazu.»